Freitag, 4. Oktober 2013

Der Prolog

Teil 1 - Johannes 1, 1-5


Nachdem wir nun den Autor etwas näher kennengelernt haben, wird es endlich Zeit, dass wir uns seinem Werk zuwenden. Wir werden uns heute die ersten Worte seines Evangelium gemeinsam ansehen. Und wie wichtig sind doch diese ersten Verse. Wenn wir ein neues Buch anfangen, wie oft entscheiden dann nicht die ersten Seiten, ob wir uns darauf freuen weiter zu lesen, oder das Buch dann doch nur auf dem Nachttisch herumliegt. Die ersten Zeilen sind wichtig, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Und wenn wir nun die ersten Verse von Johannes gemeinsam lesen, hoffe ich, dass diese uns fesseln und wir voll Freude weiterlesen wollen. Bei mir war das der Fall. Und ich freue mich jetzt schon riesig auf unsere Reise durch dieses tolle Buch.

Aber wir haben noch eine Aufgabe zu erledigen, bevor wir diese Verse lesen und damit unsere Reise beginnen werden. Lasst uns zuerst einen Blick auf den Anfang der Bibel werfen.

Schreibe dazu 1. Mose 1,1 auf:





Dies sind die ersten Worte der Bibel, die ersten Worte Gottes an uns. Wie passend, das dies dann auch “am Anfang” ist. Schließlich möchte man, wenn man schon Gottes Wort von Anfang an liest, als erstes wissen, wie alles mit der Welt und der Menschheit angefangen hat. Und so erfahren wir in diesem ersten Vers, dass die Welt - und damit auch letztendlich wir - nicht ein Produkt des Zufalls sind, sondern das Gott alles schuf. Wir sehen unseren Gott als Schöpfer und alles andere als seine Schöpfung.
Aber was hat der erste Vers der Bibel mit dem Johannesevangelium zu tun. Beschreibt ein Evangelium nicht das Leben von Jesus auf der Erde? Und das geschah doch nicht “am Anfang”. Das ganze Alte Testament ist voll von Ereignissen, die nach dem “am Anfang” von 1. Mose passierten. Aber dieser Vers ist wichtig, wenn wir nun das Johannes 1 aufschlagen.



Notiere dir nun einmal Johannes 1,1 (aber lies noch nicht weiter, auch wenn die Versuchung groß ist) und überlege dir, was diese beiden Verse verbindet.







Wenn man diese beiden Verse nebeneinander sieht, merkt man schnell, dass sie miteinander verbunden sind. Aber das war nicht der einzige Grund, warum ich euch zuerst auf diese beiden Verse hingewiesen habe. Durch diesen Vergleich habt ihr jetzt schon ein Bild davon bekommen, was euch in den nächsten Versen erwartet. Nämlich etwas, was wir nicht erwartet hätten. Aber bevor ich nun zu viel vorwegnehme, und wir uns genauer mit diesen beiden Versen beschäftigen, dürft ihr nun endlich einmal (oder vielleicht sogar besser mehrmals) Johannes 1,1-18 lesen, und vielleicht seht ihr auch schon mehr von der Verbindung, die Johannes hier schafft.


Ist das die Einleitung, die ihr bei einem Evangelium erwartet hättet? Während Matthäus sein Evangelium mit der Ahnenreihe von Jesus, Markus direkt mit Johannes den Täufer und Lukas mit einer Begründung, warum er das Evangelium schreibt, anfangen, haben wir hier etwas ganz anderes. D.A. Carson schreibt über diese Verse: “Der Prolog ist eine Empfangshalle für den Rest des Vierten Evangeliums (wie das Johannesevangelium auch oft genannt wird), die den Leser in den Bann zieht und gleichzeitig die Hauptthemen vorstellt.” “The Prologue is a foyer to the rest of the Fourth Gosple (as John’s Gospel is often called), simultaneously drawing the reader in and introducing the major themes.”D.A. Carson, The Gospel according to John, 1991, Seite 111) Wundert euch also nicht, dass man das Gefühl bekommt, dass man diese Verse ein paar Mal lesen muss, und immer noch nicht ganz versteht, was Johannes sagen will. Diese Verse sind nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird . Und erst am Ende des Evangeliums kann man zurückgehen und verstehen, was Johannes hier schon alles angedeutet hat. Also wundert euch nicht, wenn ihr am Ende von der Betrachtung dieser 18 Verse immer noch Fragen habt. Aber keine Angst, Johannes wird versuchen, sie alle in den folgenden Kapiteln zu beantworten.


Wir werden uns nun die Zeit nehmen, uns nach und nach die einzelnen Verse anzusehen. Dafür habe ich diesen Abschnitt in drei Teile geteilt. Aber trotzdem werde ich versuchen, nicht zuviel vorwegzunehmen, was wir erst im Rest des Buches herausfinden werden und sollen. Es ist und bleibt eine Einleitung.


Lies nun noch einmal die ersten fünf Verse und schreibe auf, welche Worte dir auffallen, die anscheinend eine große Bedeutung haben. Worte, die vielleicht eines der Themen widerspiegeln, die Johannes hier andeuten will. Oder notiere einfach Dinge, die du nicht sofort verstehst.





Mir sind hier sechs Worte oder Phrasen aufgefallen, die wir uns nun zusammen etwas genauer ansehen wollen.


AM ANFANG


Zuerst haben wir das schon angesprochene “am Anfang”. Warum beginnt Johannes sein Evangelium mit diesen Worten? Von Welchem Anfang spricht er eigentlich? Nachdem wir schon zusammen den ersten Vers der Bibel gelesen haben, und wenn man Vers 3 mit einbezieht, wird schnell klar, dass Johannes hier vom Anfang von allem und nicht nur von Jesus Zeit auf der Erde spricht.

Aber warum geht Johannes so weit zurück? Dies ist eine wichtige Frage. Durch diese beiden Worte und ihren Wiederhall von 1. Mose 1,1 macht Johannes von Anfang an klar, dass dies nicht einfach nur eine neue Geschichte ist, sondern dass die Evangelien (und damit auch der Rest des Neuen Testamentes) nur das letzte Kapitel in Gottes großartigen Geschichte ist. Gordon D. Fee und Douglas Stuartt schreiben in ihrem Buch “How to read the Bible Book by Book” (Wie lese ich die Bibel Buch für Buch): “Johannes bringt die Geschichte von Jesus in den umfassendsten biblischen Rahmen: Der Fleischgewordene ist niemand anderes als das Wort, das von Anfang an bei Gott und verantwortlich für die Schöpfung war.” ("John puts the story of Jesus into the broadest biblical framework: The Incarnate One is none other than the Word, present with God from the beginning and responsible for creation." Gordon D. Fee und Douglas Stuartt , How to read the Bible Book by Book, 2002, Seite 305)

Mit anderen Worten: "Die Geschichte des Neuen Testamentes muss als ein Kapitel - das letzte Kapitel - eines noch unbeendeten Buches über die Taten Jahwehs, welches wir mit dem Alten Testament meinen, verstehen." ("The story of the New Testament must be understood as but a chapter - the final chapter - of the yet unfinished book of the acts of Yahweh that we refer to as the Old Testament." Paul Barnett, Jesus and the Rise of Early Christianity, 1999, Seite 18)

Und das alles macht Johannes mit nur zwei Worten. Wir bewegen uns immer noch in der gleichen Geschichte, wie im Alten Testament, auch wenn wir nun zu einem Höhepunkt kommen. Und damit fordert uns, den Leser, dazu auf, dass wir uns bewusst machen, dass wir hier nicht nur eine Biographie eines berühmten Mannes lesen.

Denke mal darüber nach, was es für dich bedeutet, dass Gott mit den Evangelien nicht etwas völlig Neues beginnt, sondern das hier ein neues Kapitel seiner Geschichte mit der Menschheit beginnt.







DAS WORT


Dies ist wahrscheinlich eins der Worte, die du bei der Frage aufgeschrieben hast. Es war auf jeden Fall eins von meinen. Warum schreibt Johannes hier irgendetwas von “dem Wort”? Geht es in diesem Buch nicht um Jesus, und sein Leben auf der Erde? Also warum dann dieses Geheimnisvolle “das Wort”? Die Antwort meines Mannes auf die Frage, warum Johannes hier nicht einfach Jesus sagt, fand ich sehr interessant. Er meinte, wenn wir mehr und mehr in diesem Buch lesen, werden wir schnell sehen, wie die Menschen Jesus immer wieder missverstanden haben, oder nicht wussten, was Jesus gerade gemeint hat. Und vielleicht ist genau das Johannes Absicht mit diesen Versen. Er will genau den Effekt, dass wir erstmal sagen: Häh?. Vielleicht ist mein Bild von Jesus, oder was ich von ihm gehört habe, doch nicht alles, was es über ihn zu sagen und lernen gibt. Zumindest verstehe ich nicht auf Anhieb, was Johannes hier meint.

Man kann nun richtig lange Diskussionen darüber lesen und schreiben, was Johannes hier mit “logos” (das griechische Wort was hier mit “Wort” übesetzt wird) meint. Ob er nun eher die griechische Bedeutung meinte, oder doch eher die jüdische Tradition im Hinterkopf hatte. In der griechischen Sprache allein kann das Wort soviel bedeuten wie Grund (im Hinblick auf Logik), Wissenschaft, Sprache oder Botschaft. Und im jüdischen ist “das Wort” stark mit Gottes Handeln in der Schöpfung, wie er sich uns offenbart und seiner Rettung verbunden. Aber egal, von welchem Hintergrund her man diese Stelle liest, stellt man schnell fest, das etwas nicht passt. Egal ob es nun eher die Logik ist, oder Gottes Handeln in der Geschichte, umso weiter man diese einleitenden Verse liest, passen beide Bedeutungen nicht mehr. Und somit macht das, was D.A.Carson zu “logos” schreibt viel Sinn: “Wie hilfreich auch das Studieren des Hintergrundes dieses Wortes sein kann, das allein kann nicht erfassen, was Johannes mit logos meint. Um diese Information zu bekommen, müssen wir, während wir über den Gebrauch in der Geschichte nachdenken, vor allem dem Evangelisten selbst zu hören.” (“as helpful as the background study may be, it cannot by itself determine exactly what John means by logos. For that information, while thinking through the background uses, we must above all listen to the Evangelist himself.”D.A. Carson, The Gospel according to John, 1991, Seite 116)


Lasst uns dies nun mal tun, indem wir alles aufschreiben, was wir in diesen Versen über “das Wort” lernen und schaut euch dann auch noch Vers 14 an.




Spätestens mit Vers 14 ist klar, das Johannes mit “Wort” Jesus meint. Aber auch schon in Vers 2 merken wir, dass für Johannes “das Wort” eine Person ist. Und in Vers 1 stellt Johannes mit nur einem Vers auf tiefsinnige Art fest, das Jesus ewig war, bei Gott - also nicht Gott (der Vater) selbst - eine eigenständige Person, und dass er selbst Gott ist. Und damit sprengt er alle Vorstellungen und sollte uns gespannt darauf machen, was wir über diese Person noch lernen.

Für diejenigen unter euch, die mehr über das Wort Gottes erfahren wollen, habe ich hier eine Liste von Versen, auf die ich gestoßen bin, als ich nach Wort Gottes gesucht habe. Ich fand es sehr interessant, sie einmal mit Johannes 1 im Hinterkopf zu lesen. Schlagt einfach jeden auf, und schreibt dann daneben, was wir über das Wort oder das Wort Gottes lernen:

Psalm 33, 4-6:

Jesaja 55, 10 − 11:

Hebräer 4, 12 − 13:

1. Petrus 1, 23 − 25:

Johannes selbst in 1. Johannes 1, 1-4:

(wieder aus der Feder von Johannes) Offenbarung 19, 11 − 13:

Zum Abschluss, fasst kurz zusammen, was ihr Neues gelernt habt, wenn ihr darüber nachdenkt, dass Jesus “das Wort” ist.





ENTSTANDEN



Hier ist eine Sache, die wir über Jesus als Wort Gottes lernen: Durch ihn ist alles erschaffen worden. Er war nicht nur bei der Schöpfung anwesend, er war ein wichtiger Teil davon. Das Wort ist sind nicht nur einfach “Worte”, hier passiert etwas, etwas wird durch das Wort bewirkt, geschaffen.

Lies nun einmal die folgenden Verse und schreibe auf, auf welche Weise sie Jesus mit der Schöpfung in Verbindung bringen:

Psalm 33, 6:


Kolosser 1, 16-17:


Hebräer 1, 2:


Offenbarung 3, 14:


Wenn man diese Verse alle gelesen hat, und sich dann noch einmal den Schöpfungsbericht in 1. Mose 1 ansieht, bekommt man auf einmal ein anderes Bild von der Schöpfung. Als ich als Kind die Schöpfungsgeschichte gehört habe, hatte das für mich immer nur etwas mit Gott, dem Vater, zu tun. Aber hier lernen wir was anderes: Gott - der Vater - ist der Initiator, Jesus ist die ausführende Kraft. Wenn da steht: “und Gott sprach”, dann wurde damit Jesus beauftragt, etwas zu erschaffen. Sie sind ein Team mit unterschiedlichen Aufgaben. Und wieder sehen wir einen neue Seite an diesem Mann - Jesus, um den sich dieses Buch dreht.

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 1. Mose 1, 3


LEBEN



Jesus = Leben. Johannes geht hier nun noch einen Schritt weiter. Jesus ist nicht nur der Anfang alles Lebens, er ist das Leben. Und wie es dazu kommt, wird uns Johannes im Laufe das Evangelium noch Schritt für Schritt erklären. Aber einen Vers möchte ich doch schon gemeinsam lesen.

Schlag Johannes 11, 25 − 26 auf und schreibe auf, was Jesus hier von sich selbst sagt.




In diesen ersten Versen in Johannes haben wir soviel von der Schöpfung gesehen, und da kann man schnell diesen Bezug auf das Leben als den Anfang alles Leben sehen. Wenn man sich aber den Vers von Kapitel 11 und dann auch den Rest des Evangelium ansieht, fragt man sich schnell, ob Johannes hier wirklich nur davon spricht, dass Jesus uns Leben geschenkt hat, als wir erschaffen wurden, oder ob es Johannes nicht schon hier um mehr als unser irdisches Leben geht.


LICHT


Und nun wird es wieder kryptisch. Wie kommt Johannes von Leben auf Licht. Dies ist auch eins der Worte, die im Rest des Evangeliums eine große Rolle spielen. Wenn wir es dann dort wieder begegnen, können wir mehr darüber lernen. Es ist etwas Wichtiges und Johannes möchte uns dieses Wort von Anfang an mitgeben.

Dieses einfache Erwähnen von Dingen, die wir nicht sofort verstehen, erinnert mich an meinen Besuch im “White Tower” im “Tower of London”. Vor zwei Wochen haben mein Mann und ich ein Wochenendausflug nach London gemacht und unter anderem mehrere Stunden im “Tower of London” verbracht. Dort gab es eine Ausstellung zu den Waffen und Rüstungen der Engländer. Am Anfang gab es eine große Tafel für die Kinder mit ein paar Symbolen, wie z.B. eine Krone oder ein Drachen. Jedes dieser Symbole stand für einen Bereich, über den man mehr in dieser Ausstellung lernen konnte. Und dann sollten die Kinder durch die Ausstellung gehen und das Symbol suchen, das für den Bereich stand, über den sie mehr lernen wollten. Und fast so ist es hier mit Licht, Leben und auch mit unserem letzen Wort. Sie sind Symbole, auf die wir beim Weiterlesen achten sollen.


Aber trotz alledem lernen wir hier schon zwei Sachen über das “Licht”, und zwar seinen Ursprung und seinen Zweck werdenfuns genannt. Laut Vers 3 hat es seinen Ursprung in dem Leben, das in Jesus ist. Und Vers 4 nennt uns den Zweck des Lichts. Es ist für die Menschen. Somit ist es, wie die Sonne, unsere Lichtquelle.

Aber bevor wir uns dem letzten Wort zu wenden, noch etwas zu diesen letzten Worten. Schreibe einfach mal auf, welche Bilder dir in den Kopf kommen, wenn du Leben und Licht hörst.





Ich würde gerne wissen, welche Bilder ihr habt. Wenn ich Leben höre, sehe ich meine 2jährige Tochter vor mir, die nicht still sitzen kann, und immer wieder durch die Gegend tanzt. Und bei Licht liege ich auf einer Wiese und lasse die Sonne auf mein Gesicht scheinen. (Das liegt gerade wahrscheinlich daran, dass heute mal wieder die Sonne scheint, es warm ist, und ich nicht draußen bin, sondern hier bei Starbucks sitze und diesen Blog schreibe.) Aber egal, was für Bilder ihr auch im Kopf hattet, ich gehe mal stark davon aus, dass sie alle positiv und voll Hoffnung sind.

Ich weiß, das mit diesen Erklärungen noch nicht alle Fragen über die Worte “Leben” und “Licht” geklärt sind, aber das ist nicht schlimm. Nimmt sie als Symbole mit in den Rest des Evangeliums. Und wenn du Lust hast, nimm dir einen leeren Zettel, auf den du oben nebeneinander Leben, Licht und Finsternis schreibt. Diesen Zettel legst du in deine Bibel und jedes Mal, wenn du etwas über diese Worte liest, schreibst du sie darunter. Am Ende kannst du dann zurück zu diesen Versen gehen und sie mit dem Gelernten noch einmal lesen.

Denn dies ist immer noch nur die Einleitung - und wie es bei Einleitungen nun mal so ist, geben sie uns nur genug, um eine Idee davon zu bekommen, worum es gehen wird, und uns soweit gefangen zu nehmen, dass wir weiterlesen wollen. Und ich denke, dass hat Johannes geschafft. Zumindest bei mir.

Und nun kommen wir zum letzen Wort von heute. Und auch wenn das Wort an sich nicht sehr hoffnungsvoll ist, beinhaltet Vers 5 etwas Wunderschönes für uns.


FINSTERNIS



Auf den ersten Blick sind wir wieder in 1. Mose 1: “Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht!” Oder wie Johannes es hier sagt: “Das Licht leuchtete in der Finsternis.” Und das Licht war dabei der Sieger. Und die Verse machen Sinn. Wir sind bei der Schöpfung.

Aber der Autor wäre nicht Johannes, wenn es so einfach wäre. Wie wir immer wieder sehen werden, liebt Johannes es, mit der unterschiedlichen Bedeutungen von Worten zu spielen. Und jeder, der auch nur einmal Johannes ganz gelesen hat, weiss, dass auch Finsternis immer wieder auftauchen wird. Und dann nicht mehr im Bezug auf die Schöpfung.
D.A. Carson fast diese zweite Bedeutung von Licht und Finsternis folgendermaßen zusammen: “Die ‘Finstrnis’ in Johannes ist nicht nur die Abwesenheit von Licht, sondern eindeutig das Böse (siehe 3, 19; 8, 12; 12, 35 + 46; 1. Johannes 1,5+6; 2, 8+9+11); das Licht ist nicht nur die Offenbarung, die mit der Schöpfung verbunden ist, sondern die Rettung.” (“The ‘darkness’ in John is not only abscence of light, but positive evil (cf. 3:19; 8:12; 12:35,46; 1 Jn. 1:5,6; 2:8,9,11); the light is not only revelation bound up with creation, but salvation.” D.A. Carson, The Gospel according to John, 1991, Seite 119)

Schreibe einmal kurz in einem Wort auf, was Johannes laut diesem Zitat unter Licht und Finsternis versteht.

Licht:

Finsternis:


Und wenn wir uns mit dieser Bedeutung noch einmal Vers 5 anschauen, dann gibt uns dieser Vers eine noch größere Hoffnung, als wir sie vielleicht schon durch die Wort Leben und Licht bekommen haben. Denn mit dieser Bedeutung steht dort:

Die Rettung leuchtet in der bösen Welt,
und diese böse Welt hat sie nicht auslöschen können.

Jesus, und damit die Rettung, die er uns durch sein Leben und seinen Tod geschenkt hat, haben gesiegt. Für immer. Satan hat verloren.

Lasst uns diesen Teil der Einleitung nun damit abschließen, dass wir 1. Korinther 15, 54 − 57 lesen und wir, wie Paulus, Gott dafür danken, dass wir durch ihn auf der Seite des Siegers stehen.


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